Gehörlose können wieder hören – das ist kein Wunder, sondern modernste Technologie namens Cochlear Implant (CI). Sie ist geeignet für taube und fast taube Hörgeschädigte mit defektem Innenohr, deren Hörnerv jedoch intakt ist. In 3 von 5 Fällen sind dies Kinder.
Um diese innovativen Technologie optimal einsetzen zu können, gründeten wir mit der HNO-Klinik der Universität Essen bereits 1995 das Cochlear Implant Centrum Ruhr. Dieses damals bundesweit einzigartige Projekt bietet die Möglichkeit der ambulanten ReHabilitation mit individuellen Anpass- und Therapieterminen. Dabei bleiben die Patienten in ihrer gewohnten Umgebung – gerade für Kinder ein wichtiges Kriterium.
Wem kann ein CI helfen?
Ein Cochlear Implant kommt in Frage für
- Kinder oder Kleinkinder mit angeborenem hochgradigem oder vollständigem beidseitigen Hörverlust.
- Jugendliche und Erwachsene mit hochgradiger Schwerhörigkeit oder Ertaubung nach Spracherwerb.
Unabdingbare Voraussetzungen sind
- ein intakter Hörnerv zur Weiterleitung der elektrischen Signale ans Gehirn
- das Fehlen eines ausreichenden Sprachverständnisses trotz optimal angepasster Hörsysteme.
Lesen Sie hierzu auch die folgenden Artikel:
- „CI-Anpassung – Geheimnis und Zauberei“ von Heike Bagus (Die Schnecke Nr. 67, Feb 2010) zum Herunterladen als PDF.
- „Sprachliche Entwicklung nach Cochlea-Implantation bei Kindern aus zweisprachigem Elternhaus“ (Die Schnecke Nr. 69, Aug. 2010) ebenfalls als PDF.
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